Dr. med. Siegrun Weiß

Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Akupunktur

Körner Hellweg 74
44143 Dortmund
Telefon (0231) 5159 91

Sprechzeiten:

Mo. - Fr. 8.00 – 11.00 Uhr
Mo. 15.00 – 17.00 Uhr
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und nach Vereinbarung
auch ausserhalb unserer Sprechzeiten
Praxis Dr. Weiß - Spezifische Immuntherapie

Spezifische Immuntherapie

Die Spezifische Immuntherapie (SIT) wird auch Hyposensibilisierung oder "Allergieimpfung" genannt und behandelt gezielt die Ursache Ihrer Allergie. Bei dieser Therapie wird Ihrem Körper über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren der Allergie auslösende Stoff, das sogenannte Allergen, regelmäßig in steigender Dosierung zugeführt. Der Körper gewöhnt sich an dieses Allergen und wird unempfindlicher dagegen.


1. Was passiert bei der SIT?

Ihnen oder Ihrem Kind werden bei der SIT zur Allergiebehandlung die Substanzen, die die Allergie auslösen, in steigender Dosierung unter die Haut des Oberarms gespritzt. Man nennt das subcutane Injektion. Die Dosis wird so gewählt, dass keine wesentlichen schädlichen Wirkungen, insbesondere keine allergischen Überreaktionen, auftreten. Das Ziel der Behandlung ist, den Grad der Allergie abzuschwächen.


2. Wann darf die SIT nicht durchgeführt werden?

Bei Tumorleiden, Tuberkulose, Autoimmunerkrankungen, chronischen Lungenerkrankungen, bei Schwangerschaft (siehe unter Punkt 7.), bei Einnahme von Betablockern, auch als Augentropfen, ACE-Hemmern und Immunsupressiva darf diese Therapie nicht durchgeführt werden.


3. Was muß am Tag der SIT beachtet werden?

An diesem Tag sollten Alkohol, schwere Mahlzeiten, starke körperliche Anstrengungen, Nahrungsmittelallergene und Kreuzallergene gemieden werden. Kreuzallergene sind bei der Allergie auf Birke, Hasel, Erle: Kernobst, Steinobst, Kiwi, Nüsse und deren Produkte (Schokolade, Nutella...). Kreuzallergene sind bei der Allergie auf Gräser, Roggen: Sojamehl, grobe Getreidemehle, Müsli, Erdnüsse und deren Produkte. Kreuzallergene sind bei der Allergie auf Beifuß: Sellerie, Curry, Kamille, Mohrrübe, Paprika, Knoblauch, Pfeffer. Bei komplizierten Infekten oder starken allergischen Beschwerden sollte das Abklingen der Erscheinungen abgewartet werden.


4. Darf während der SIT geimpft werden?

Eine Schutzimpfung sollte frühestens eine Woche nach der letzten Injektion erfolgen. Die nächte Injektion der SIT kann dann drei Wochen nach der Impfung erfolgen.


5. Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nebenwirkungen sind bei korrekter Anwendung der SIT selten. Ernsthafte Nebenwirkungen treten fast immer in den ersten 30 Minuten nach der Injektion auf. Deswegen müssen Sie sich nach jeder Injektion 30 Minuten zur Überwachung in der Praxis aufhalten. Anschließend wird die Injektionsstelle kontrolliert. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Überreaktionen: Starke Lokalreaktion: Schwellung und Rötung der Injektionsstelle von mehr als 7 cm Durchmesser. Leichte Allgemeinreaktion: Augenjucken, Gesichtsschwellung, Schnupfen, Hautrötung und Quaddeln am ganzen Körper. Starke Allgemeinreaktion: Asthmaanfall, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe. Schock (extrem selten): Herzrasen, Blutdruckabfall, Bewußtlosigkeit. Harmlose allgemeine Nebenwirkungen sind Müdigkeit am Tag der Injektion, also Achtung bei Teilnahme im Straßenverkehr, und die Bildung von Granulomen an der Einstichstelle.


6. Was ist bei Nebenwirkungen zu tun?

Treten allergische Überreaktionen während der dreißigminütigen Überwachungszeit in der Praxis auf, benachrichtigen Sie bitte sofort die Arzthelferin an der Rezeption! Treten allergische Überreaktionen später auf, liegt die Ursache fast immer darin, dass die Empfehlungen unter Punkt 3. nicht beachtet wurden. Suchen Sie dann sofort einen Arzt auf, wenn möglich unsere Arztpraxis! Wir haben alle notwendigen Medikamente für allergische Überreaktionen vorrätig und können mit unserem geschulten Personal die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen durchführen.


7.Was ist bei Schwangerschaft zu tun?

Die SIT schadet weder der Mutter noch dem Embryo. Trotzdem muß die SIT bei dem Bekanntwerden einer Schwangerschaft abgebrochen werden. Denn im Fall einer allergischen Überreaktion können der werdenden Mutter keine antiallergischen Medikamente gegeben werden, da die Einnahme dieser antiallergischen Medikamente in den meisten Fällen während einer Schwangerschaft nicht erlaubt sind.


8.Transport der SIT- Lösung:

Die Lösung muß immer gekühlt werden bei einer Temperatur zwischen 4°C bis 8°C. Sie darf aber nicht einfrieren.


9. Wann wird die SIT durchgeführt?

Ohne Termin:
Montag: 8.00 - 11.00 und 15.00 - 17.00
Dienstag: 8.00 - 11.00
Mittwoch: 8.00 - 11.00
Donnerstag: 8.00 - 11.00 und 15.00 - 18.30
Freitag: 8.00 - 11.00
und zu anderen Uhrzeiten nur nach Rücksprache.


10. Für wen ist die SIT die richtige Behandlung?

Ob die SIT die richtige Therapie für Sie ist, hängt von dem Ergebnis Ihres Allergietests, dem Ausmaß Ihrer allergischen Beschwerden, der Dauer der Erkrankung, den Medikamenten, die Sie einnehmen, und Ihren weiteren Erkrankungen ab. Es wird also in jedem Einzelfall geprüft, ob eine SIT notwendig und sinnvoll ist und durchgeführt werden kann.